Rotspielscheibe & Fagstein

Bericht vom 3. August 2022

Am Middwoch, 3. Gustl 2022, bini endlich amoi wieda im Hagengebirg, woos ja zu meine favorisierten Gebiete zäyhd, unterwex gwen und hoob die Rotschpuischeibm und ihrn großn Bruada, an Fagschtoa erklommen und war dabei de meiste Zeit zwischn Briasbergoim und Briasbergoim Allo(h)a. A baar Leit sann ma zwar aufm Weg zur Rotschpuischeibm entgegn kemma, aufm Gipfä seyba war dann a Familie mit 3 gloane Kinder in da großn Wiesn g'sessn und nachdem i scho a guadä Zeit alloa aufm Fagschtoagipfä ghoggd bin, is no a netter Bergwachtla aus Anger auffe kemma, der bei da Bergwachthüttn beim Seeleinsee Dienst ghabt hood. Aba vo Anfang o: Eigentlich hädd i de Tour ja scho letzte Woch vorghabt, aba do is ja die BRB ned gfahrn. Dees war aba desmoi da Foi und so bini vo Reichahoi~Kirchberg nach Bärchtsgoon tuckld und dann übad Soizberger Rodlbahn zum Hochlenzer naufgschtrampld, woos hoid woi doch de komotste Auffahrt do nauf is. Dann bini de Scharitzkeyhstraß ummi nach Hinterbrand und üban Wasserspeichersee zur Königsdoioim ummi. Im teilweis gscheid steilen Bereich vo da Hochbahnabzweigung bis zur Abzweigung zur Briasbergoim, warn gscheid vui Leit unterwex und do hoobi direkt a weng Slalom fahrn miassn, weil si hoid manche Touristn wia de Kiah auf da Straß vahoitn. Hoobs aba dann doch guad higriagd, ah wenn da Hinterreifn a baar moi a weng durchdraahd hood und as Vorderradl a weng hupfad worn is. Zur Briasbergoim nauf an da Brennhüttn vorbei, warns dann scho wieda deitlich weniger Leit. A wengal untabei hoobi dann im Woid mei E~Kamäyh o'bundn und bin vo do z'Fuaß weida. Erstamoi Richtung Hohe Rossfeyhda, dann aba den inwzischn erstaunlich austretenen Pfad zur Rotschpuischeibm ummi. Wiadz ja auf de Buidln seng kenntz, bini do durch a wundabars Blumenmeer gewatet und weil i ja solche Naturschönheiten gern fotografier, bini garned so schney voroo kemma. Am Gipfägrat vo da Rotschpuischeibm hamm ma dann ah no etliche Edelweiß entgeng g'lacht, vo dene Ihr jezad ah nur a baar Wenige zum seng griagdz. Beim scho sehr bsundan Hoizkreiz bini ned lang bliebm, weils ma do fast a weng zu lebhaft war mit de Kinder, dene i's nadialich voi vagunn, dass do so lebhaft sei kennan und dees is scho schee, wenn Kinder soowoos dalebm deafa. Aba mia war hoid doch mehr nach da Ruah und so bini glei weida durchs wuidä Karstgebiet zu Füßen vom Windschartenkopf zum Sattel zwischn dem und am Fagschtoa auffe. Do war i dann zwischnzeitlich ah ned so unglücklich, dass da Pfad a wengal im Schattn vom Fagschtoa valaaffa is. Weil wenn koa Wind ned ganga is, wars hoid scho gscheid schwitzig hitzig. Vom Sattel bini dann, de Schtoanamandl folgend zur Nordostschuita vom langa Gipfägrat des Fagschtoa's auffe und üba den dann ah aufn häxdn Punkt und zum Kreiz obä, woos ja ned ganz am häxdn Punkt schtähd. A guadä Zeit war i do dann ganz fein ganz All~Ein und hoob den Blick in die endlosen Weiten des Hagengebirx genossen. De Weite is scho oiwei wieda faszinierend, grood wenn ma do scho unterwex war und woaß, wia weit dees do ois wirklich is. Dann is da nette Bergwachtler querfeldein vo da Hüttn auffe kemma, mia hamm no a weng g'ratscht und dann hoobis wieda baggd und bin den Gipfägratweg weida, bis zu de Hohen Rossfeyhda obä gähd. Do hooda mi dann noamoi übahoit, da Wachtla da Berg, is dann querfeydein zum untern Weg zu de Brotzeitfeysn, woa glatt no de Gams, de im Album zum seng is, vaschreckt hood. I bin da Spur weida gfoigd und war dann auf de Hohen Rossfeyhda wieda alloa unterwex und hoob de vielzählig bliahadn Arnika bewundert. Nachdem zwoa Kiah de erste Queyhn komplett für sich vereinnahmt hamm, hoobi erst drunt bei da obastn Hüttn vom Briasberg wieda a frischs Wasser griagd. Dees war nadialich nach dera Affnhitz scho a Wohltat und dann wars ja ah nimma weit zum E~Kamäyh, mit dem i dann d'Hochbahn obägrittn bin, woos zwenx Fahrtwind schee erfrischend war. Beim Roodn Kastl hoobi mi noamoi aufs Bankal ghooggd, zum Käänixsää oba gschaugd und de Bremsn ausgliahn lassn. Nachdem do aba auf am Nachbarbankal, a Paar im Ossi~Slang lautstark ihre Ehe~ und Kinderprobleme diskutiert hamm, bini dann doch boid amoi weida. Zum Obäfahrn gähtz ja recht guad, de Houbou (wia die Hochbahn auf Bärchtsgoonarisch gnennt werd) aba auffe strampän miassad i's ned unbedingt. Do is ma de andere Auffahrt zum Hochlenzer scho deitlich liaba. Nach ewig vui Bremserei, bini dann unt an da Käänixsääer Ache entlang gradld, woos angenehm kühl war und nachdem i no a knappe Stund Zeit ghabt hoob, bis da näxtä Zug zruck fahrt (den davor häddi woi knapp vapasst), hoobi no an Einkehrschwung im lauschign Biergartn vom Gasthaus Waldstein gmacht, woos wirklich a feins Platzl is und glei amoi zwoa alkoholfreie Weizensmoothies vatilgt. Mit Alk waarad dees woi eha kontraproduktiv gwen. Des hoods dann aba wieda dahoam gebm, nachdem mi da Zug nach Kirchberg und meine Wadln wieda nauf ins Nonner Oberland bracht hamm.

Fazit: Um de Zeit is de Bleamäpracht im westlichn Hagengebirg scho unglaublich, ah wenn doch scho vui, weil 14 Doog eha dro, scho wieda vabliaht is. Den Kontrast zwischn bunte Bergwiesn und Extremkarst find i scho oiwei wieda faszinierend. Und auf dera Tour host, weils hoid scho da guadn Wegfindung und Trittsicherheit bedarf, de meiste Zeit Dei Ruah, währendst vo da Gloa Reibm rüber oiwei gscheid vui Stimmen hearst, aba de sann ja alle weit gnua weg. Wenns ah teilweis wirklich gscheid hoaß war, war dann as Lüfterl, woos weida OM häufiger daher kemma is, scho recht wohltuend. Gnua Wasser soitat ma hoid auf jedn Foi dabei hamm, weils ned vui auf da Streck zum zapfen gibt und wias mia bassiat is, dann ah no vo de Kiah blockiert sei koo...und de lassn si do nadialich partout ned vadreibm... Recht hamms! ;-)

Tourdaten: Bahnhof BGD ~ Priesbergoim: 27,5 Km & 1138 Hm ~ Priesbergoim ~ Rotschpuischeibm ~ Fagschtoa: 7,7 km & 804 Hm, höchster Punkt 2164m 

 

Bergblumen

Edelweiß

Durchs wilde Karstgebiet

Endlos weites Hagengebirge