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Od*Chi's Antwort
WETTER
Es schrieb ein gewisser W.v.A.

zu Od*Chi`s letzter Rundmail im Oktober 2004

 

Servus Od*Chi!

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Auf Deinen Artikel in Deiner FBZ foalln mir

a bor Unverschämtheiten ein, konnst, wennst moanst, in Deiner FBZ "drucken" unter

W.v.A. (Vorausg'setzt, Du konnst an Widaspruch vatrong)

Erstens:"denn von Nix kommt Nix "  im Gegenteil  - von Nix kommt das Nichts und aus Nichts kommt Alles...(in meinen ZEN-Sessions und Sesshins gibts zuerst a moi Nichts und dann...kimmt lange nichts...)

aber Alles ist meistens a bisserl z'viel --- stimmt's? Und übrigens, wennst ma

mit da Hagen ned gehst! S'Maul greßer wias Stammhirn; überall eineriacha und

überall aussafurzn... "in diese Welt und nicht jene..." Aba i denk do daß Chris-

tentum und sein Jenseits sein Zenit hinter sich hod.

 

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Zweitens: zur Frequenz Eirer Konzerte - vielleicht hambt Leit einfach koa

Intresse mehr an der Musik --- wos no ned gega de Musik spricht! Die G'setze

des Marktes sand wia die G'setze der Natur - unerbittlich und nicht zu erbeten.

Vielleicht soast da einfach a andere G'sellschaftschicht suacha? Wia waas, wennst

in da Buddha-Bar in Paris ins Alphorn blost?

 

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einstweilnOis guadeund von HerznW.v.A.


Od*chi antwortete daraufhin (sehr ausführlich!)

Mein lieber W.v.A.

 

Das sind ja wieder sehr interessante Buchstabenaneinanderreihungen die da mittels Glasfaserkabel und sonstigen technischen Errungenschaften zu meinen Augen und von dort ins Hirnkastl gelangen.

Nun, wie wir wissen, ist alles in dieser Welt relativ und damit paradox.

Natürlich kommt aus dem Nichts Alles und Alles aus dem Nichts, und Alles ist Eins und Eins ist Alles und damit Eins Nichts und Nichts Eins usw.

Diese Erkenntnisse sind mir keineswegs neu und in meiner, größtenteils aus alten Bücherkisten zusammengesammelten Bibliothek berichten mindestens 30 bedruckte und gebundene Papierbögen von diesem Phänomen.

Nun ja, aus einer gewissen Perspektive gesehen, trifft das zu.

Nun ist das jedoch nur eine Perspektive und da eine Perspektive nicht alle Perspektiven sein kann, muß es wohl noch ein paar andere geben.

Eine Perspektive davon ist jene, das von Nichts Nichts kommt und die ist ebenso richtig oder falsch wie oben erwähnte. Falsch, u.a. weil Worte immer nur einen Bruchteil einer Wahrheit ausdrücken können, falsch vielleicht auch, weil es unzählige von Gegenbeweisen geben mag, richtig jedoch auch, weil der der es sagte oder meinte, vielleicht etwas damit ausdrücken wollte, was in diesem Zusammenhang richtig ist.

In diesem Fall sagte der Mensch (oiso braktisch i) damit aus, dass er nur dann an diesem Projekt weiter arbeitet, wenn diese Arbeit in entsprechender Weise honoriert wird, andernfalls weiß er sich auch anderweitig zu beschäftigen (etwa mit Meditation, Lachen, Bergsteigen oder Sex) und somit entsteht auf dem soeben vernachlässigten Arbeitsgebiet Nichts. Und in diesem Falle entspricht diese Aussage der vollen Wahrheit: Ohne Lohn keine Arbeit, natürlich auch ohne Arbeit kein Lohn.

Was, lieber W.v.A. ist also daran zu beanstanden? Es ist hier ganz klar zu erkennen, dass selbst die größten Weisheiten der erleuchtetsten Avatare nicht immer und in jeder Lebenslage zutreffen und greifen und möglicherweise einer der Gründe dafür ist, weshalb sie oftmals eines gewaltsamen Todes sterben mussten.

Nochmals kurz zu der Aussage von Nichts kommt Nichts. Sie ist noch in einer ganz anderen Weise wahr, die mit der oberen Aussage sogar kompatibel ist. Nämlich:

Aus Nichts kommt Alles, Alles kommt aus dem Nichts, also ist Alles gleich Nichts und somit kann sowohl aus Allem Alles kommen, wie aus Nichts eben Nichts.

Ich hoffe, lieber W.v.A., das diese Ausführung dieses hochphilosophischen Themas hiermit einstweilen Genüge getan wurde.

 

Was Wiedersprüche anbelangt, so kann ich davon jede Menge vertragen, will sagen, ich habe bereits in meinen mittlerweile 38 ¼ Umrundungen unseres lebensspendenden Zentralgestirns, eine Unzahl von Widersprüchen (v)ertragen und bin daher gewissermaßen ziemlich abgehärtet, zumal es meiner Umwelt auf Grunde meiner Wesenseigenschaften, die den Mittsommergeborenen oftmals ausgeprägt zueigen sind, offenbar ein großes Vergnügen bereitet, mich mit Widersprüchen zu konfrontieren.

Glücklicherweise bin ich dadurch auf den Trichter gekommen, dass es im Grunde genommen gar keine Widersprüche gibt, wie ja bereits oben vorzüglich ausgeführt, sondern es gewissermaßen nur Ergänzungen und Polaritäten gibt.

„Oh welch ein Segen, dass mich all die Widersprüchler und Kontrahenten all dieser Jahre zu dieser Erkenntnis gebracht haben, habt Dank Ihr edlen Streiter!“

 

In den Zeilen, die mir mittels Glasfaserkabeln und sonstigen technischen Errungenschaften wie durch Zauberhand ins Hirnkastl gelangen durften, bemerke ich eine erstaunliche Abneigung gegen eine sicherlich etwas schrille, jedoch immer wieder sehr ulkige und zum Amüsement animierende Zeiterscheinung, an der weder das Alter noch der exzessive Genuß diverser bewusstseinsverändernder Substanzen spurlos vorbei gegangen ist. Das überrascht mich, denn das angewandte Vokabular träfe doch wohl mehr auf einen Herren zu, der durch irgend einen mysteriösen Trick es fertig gebracht hatte, trotz einer offensichtlichen für ihn votierenden Minderheit in der Weltbevölkerung, für weitere vier Sonnenumrundungen, der (scheinbar) mächtigste Herrscher dieser (und nicht jenen) Welt zu bleiben. Jene oben erwähnte weibliche Witzfigur dagegen, mag zwar ein weitaus größeres Mundwerk und ein ebenso kleines Stammhirn wie der angesprochene WeltbeHerrscher haben (denn kleiner kann es unmöglich sein), jedoch bekundet sie zumindest eine außerordentlich massive Abneigung gegen die Unternehmungen dieses Herrn im Lande, in dem sich dereinst die schönsten orientalischen Märchen abspielten (wofür er jedoch offenbar wenig übrig hat und sich stattdessen intesiv für zähe stinkende schwarze Brühe interessiert). Sie ist allenfalls als bösartig wahrzunehmen, wenn es ihr angetragen wird, die böse Hexe in einem grotesken mitteleuropäischen  Märchen spielen zu müssen (da ja die orientalischen Märchenschlösser zerbombt wurden) und ruft im Gegensatz zu jenem Herrscher, der vom Planet der Affen zu stammen scheint (ich hoffe die Affenbande ist jetzt nicht gekränkt!) eher die netteren außerirdischen Gemeinschaften zur Hilfe. Was ist also gegen solch eine nette, durch den intensiven Drogenkonsum sicherlich etwas verspulte, Märchentante einzuwenden, die neben etlichen Männern auch die armen wehrlosen Tierchen so gern hat, was vom Weltbeherrscher nicht unbedingt bekannt ist. Gut, das mit den Männern sehen wir ihm mal nach, obwohl, wenn ich’s mir recht überlege, dann ist auch hier zu erkennen, dass er womöglich aus Angst vor einem attraktiven Nebenbuhler, alle Kanditaten, die ihm vielleicht die Frau ausspannen könnten, oder zumindest seinen weiblichen Nachwuchs entehren könnten, in höllisch heiße Gebiete schickt, wo sie dann entweder von plötzlichen Verpuffungen, heißglühenden Kugelschleudern oder zumindest vom in dem Fall eher todesspendenden Zentralgestirn verbraten werden, sie also einfach in die Hölle schickt.

Ich schweife ab, lieber W.v.A., denn es geht mir um etwas ganz anderes: Mag diese nicht ganz bei Sinnen seiende Ulktante heutzutage auch noch so viel Nonsens von sich geben, so empfehle ich dennoch, sich einmal die ersten zwei Langspielplatten (aufgenommen und veröffentlicht im NATO-Sektor des damals geteilten Landes) dieser Person zu Gemüte zu führen und genauer auf die jeweiligen Wortkombinationen zu achten. Da ist dann doch noch so einiges Brauchbares zu finden, was womöglich auch einen Thomas D zu seinen doch für einen Hippeligen Hippihopper äußerst esoterischen Textkaskaden inspirieren und hinreissen ließ. Wer weiß!

Ich will damit sagen, dass ohne diese mir persönlich meistens etwas zu stark geschminkte Dame, so manche Erkenntnis viel später oder womöglich sogar gar nicht gekommen wäre und womöglich so mancher (Regenbogen-)Krieger noch immer nicht erwacht wäre und sich gedacht hätte, dass wir  die längste Zeit mit Warten verbracht hätten und sich somit nicht bereit gemacht hätte usw. und so fort.

Wie auch immer, wir wissen es nicht und werden es auch niemals wissen, weil ja alles so gekommen ist, wie es eben gekommen ist und wohl auch kommen wollte und sollte und all das „Häddi, Wenni Waari, is ois a Diridari“, wie eine junge dynamische Wiener Musikkapelle jüngstens bemerkte, mehr als überflüssig ist.

Soviel zu meinem Unbehagen über die Abneigung gegenüber jener Person, die ja bekanntlich gerade den Elterngenerationen sehr viel Unbehagen bereiten durfte und damit für meine Begriffe ihre höchste Pflicht erfüllt hat, denn Subversiv sein ist eine verdammte Pflicht der jungen Generationen.

„Denn wo kämen wir hin, wenn einer jeder sagen würde, wo kämen wir hin und niemand ginge um zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!“ wie es der mir leider unbekannte Pfarrer Kurt Martin so schön formulierte.

Und da sind wir schon beim näxten Punkt der Buchstabenaneinanderreihung die mein Hirnkastl erreichte.

Wenn man das allseits begehrte Flimmerkistl anknipst, dann begegnet einem immer wieder mal so ein netter alter Herr in seltsamen Gewand mit einer äußerst unmodischen Mütze. Auch die Farben des Gewandes, wie auch der Mütze (die seltsamerweise so konzipiert ist, dass es sowohl reinregnen, wie auch schneien kann!) sind in sehr kitschigen Farben gehalten und irgendwie scheinen sowohl die Klamotten als auch der nette kleine Herr etwas aus der Mode gekommen. Sicherlich die nette Ulktante hat noch ein paar Runden weniger um das lebensspendende Zentralgestirn gedreht, doch vermag sie es, diese kitschigen Farben mit noch schrilleren Farben sowohl auf den Hüllstoffen, wie auch auf der im Laufe der Zeit faltiger gewordenen Körperoberfläche, zu vermengen und somit wieder modern zu wirken (und tatsächlich gibt es ja neuerdings von ihr eine eigene Modekollektion).

Nun, also ist es immer noch so, Kleider und wohl auch Farben machen Leute und so hat der nette alte Herr mitsamt seines Anhangs irgendwie den Anschluss verpasst.

Deshalb ist es kein Wunder, dass dieser straff organisierte Verein, der über fast zwei Jahrtausende (2000 Zentralgestirnumrundungen), das uninformierte und uniformierte Volk für dumm verkaufte, kaufte und verheizte (durch die in Zellulose eingespeicherte Sonnen-Kraft des lebensspendenden Zentralgestirns – was hier todesspendend wirkte), nunmehr aus der Mode gekommen ist. Wer nimmt denn heute noch solch seltsam gekleidete Herren ernst, zumal ja in den letzten Jahren immer mehr offenbar wurde, dass sie die als tugendhaft angepriesenen Vereinsgesetze, wie, der  Mann darf nicht einfach so in einer Frau rumbohren, schmählich missachtet wurden, oder zumindest eine Variante davon, dass Männer nicht in anderen Männern rumbohren sollen, vielfach ignoriert wurde. Dass Vereinsmitglieder sogar in Kindern bohrten, schlug dem Fass natürlich den Boden aus. Auch von den zahlenmäßig weit unterlegenen und vom Machteinfluss stark eingeschränkten Vereinsohnegliedern hört man ebenfalls unanständige Geschichten und so ist es kein Wunder, dass immer mehr desillussionierte Fans den Verein wechseln, denn Weltmeister wird man mit solch einer Moral gewiss nicht.

Da ist der neue Verein aus dem Westen, mit den flotten modisch gekleideten Damen und Herren und den vielen hübschen Sternchen und Streifen im Vereinswappen doch schon viel attraktiver. Vielleicht sind es auch nur die Sternchen, die einfach interessanter ausschauen, als das fade Kreuz, an dem dann oftmals auch noch so ein fertiger Hippie dran hängt. (Eigentlich eine sehr wirksame Antidrogenwerbung!)

Allerdings hat die Manschaft mit den Sternchen und Streifchen ein entscheidendes Problem und deshalb gebe ich ihr auch nicht unbedingt die größten Chancen, auf längere Sicht den Weltmeistertitel zu verteidigen.

Ihr derzeitiger Trainer, wir fanden ihn in dieser Abhandlung weiter oben bereits aus einer anderen Perspektive beleuchtet, kennt offenbar nur Angriffsstrategien. Den Bereich  Defensive oder gar Entspannung kennt er anscheinend gar nicht, na ja und das kann natürlich nicht gut gehen, denn irgendwann gibt es ein Burnoutsyndrom.

Und die Gegner sind äußerst Hinterhältig: Sie lassen ihn kommen, kommen und kommen, dann ein schneller Konter und zack, ist es passiert. Das setzt solch einer Offensiv-Manschaft ganz schön zu.

Die anderen Mannschaften können sich vielleicht nicht so viele Offensivkräfte leisten, doch auch Real Madrid oder Manchester verlieren immer wieder gegen die Kleinen und das hat einen guten Grund, denn die Welt ist rund. (Na und?)

Nun, da gibt es noch die Geschichte mit dem Tag nach dem Morgigen, da gibt es wacklige Wohngebiete, unberechenbare Feuerwerkskörper auf kegelförmigen Gebilden, oder auch etwaige unberechenbare Wandersgesellen, die plötzlich aus dem Nichts (aus dem Alles? Aus dem Eins?) auftauchen, Geschichten von bösen Mannschaften von außerhalb mit ganz anderen Spielsystemen und Techniken (die womöglich auch schon den Galaxiepokal geholt haben), oder auch seltsame Geschichten von Maschinen, die gar nicht so dumm sind wie sie ausschauen und über Händys kommunizieren, und und und.

Das kann die derzeit agierenden Mannschaften alle ganz schnell aus dem Konzept bringen und die spannendsten Partien zum Spielabbruch treiben. Auch größere Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld können einen solchen provozieren.

Und was schließen wir daraus, lieber W.v.A ?

Nun, bei so vielen Unwägbarkeiten, wo in jedem Moment  alles ganz ganz anders sein, oder auch einfach (fast) gleich bleiben kann, da ist es sicherlich sinnvoll, sich nicht all zu sehr um etwaige Mannschaftsaufstellungen, Trainerwechsel, Vereinspleiten und dergleichen zu kümmern, sondern lieber das zu tun, was einem gerade so richtig Spaß macht, ob das nun Meditieren, Lachen, Bergsteigen oder Sex ist.

Ob irgendwelche Leute irgendwelche Tonkombinationen gerade lieber oder weniger gern an ihre Ohren lassen, kann viele Gründe haben – erfahrungsgemäß hat es sehr oft mit Trägheit, Geldmangel oder zu vielen Terminen zu tun, oder weil sie halt was anderes hören wollen.

Dennoch gibt es einen kleinen Trick: Wenn man den Menschen vermittelt, es gäbe da irgendwie, irgendwo einen Mangel, dann fangen sie sich an damit zu beschäftigen und irgend einer von vielen möglichen Beweggründe veranlasst sie dann, diesen Mangel wieder zu beheben.

Und so kommen womöglich wieder mehr Menschen zu meinen Konzerten, überweisen ein paar eine Spende auf mein Konto oder kaufen sich ein Mandala.

Ohne die ausgesandten Buchstabenaneinanderreihungen über die Glasfaserkabel und sonstige technische Errungenschaften an alle mir bekannten Haushalte und Hirnkastl, wären womöglich viele gar nicht darauf gekommen, dies zu tun.

Womöglich, denn wir werden’s nie erfahren, ob’s anders gewesen wäre.

Ja lieber W.v.A. ich danke für die Aufmerksamkeit und Geduld bei meinen etwas weitschweifigeren Ausführungen. Ich nehme mal an, dass diese Antwort durchaus eine gewisse Überraschung ausgelöst hat und das ist gut so!

Nix für ungut und viel Spaß beim Meditieren, Lachen, Bergsteigen oder vielleicht auch Sex oder was sonst noch Spaß macht!

;-)