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Samhain - Halloween - Druidenneujahr

 

 

Das letzte und auch erste Jahreskreisfest ist Samhain. Die Druiden feierten zu dieser Zeit Neujahr, da sie hier den "Samen für den Hain, der einmal ein Wald werden soll" legten. Wenn also das Lichtkind geboren werden soll, muss es ja auch irgendwann gezeugt werden und somit die Schwangerschaft eingeleitet werden. (Weicht hier von der Analogie des Kindes, das zu Litha gezeugt und an Lamas geboren wird ab!) Der Alte Sonnengott ist nun ein Greis und bereitet sich zum Sterben vor. Er geht nun in die "Anderswelt" ins Reich der Toten, wo er in Wirklichkeit sich nur zur Ruhe legt, um als neugeborenes Lichtkind wieder in diese Welt zurückzukehren. Samhain entspricht von der Energie dem Neumond. Auch der Mond, besser die Mondin, verschwindet für 3 Tage um dann von neuem wieder geboren zu werden. In der Halloween-Nacht, die aus Amerika herrührend wieder eine (äußerst zweifelhafte und von der ursprünglichen Tradition erheblich abweichende) Renaissance erlebt, sind die Tore zur Anderswelt weit geöffnet und der Kontakt mit den Ahnen und auch mit den Feen, die in den Hügeln wohnen, ist sehr leicht möglich. So mancher Wanderer soll schon in der Halloween-Nacht plötzlich ins Feenreich gelangt sein und in so mancher Geschichte entweder gar nicht mehr zurückgekommen (weil er sich womöglich in eine Fee verliebt hat) oder auch erst viele Jahre später, obwohl es ihm vorkam, nur eine Nacht in dieser Welt gewesen zu sein. Die Art, in der heutzutage das Halloween-Fest als Party gefeiert wird, entspricht, mal abgesehen von den Kürbissen, nicht der ursprünglichen Tradition, wo dieses Fest eher im Stillen und Besinnlich gefeiert wird, denn die Toten und die Ahnen, wie auch die Feen meiden eher den Lärm. Allerheiligen, das Fest der Toten im Christentum ist wohl nicht ohne Grund auf den 1. November gelegt worden, allerdings wäre anzumerken, dass die alten Völker eine wahrscheinlich positivere Einstellung zum Tod hatten und hier nicht die Toten betrauerten, sondern eher versuchten mit ihnen Kontakt aufzunehmen und dadurch wichtige Informationen und Inspirationen zu bekommen.

Wird also zu Samhain der Same gelegt, der in der dunkelsten Zeit heranreift, so schließt sich sodann der Kreis zur Wintersonnwend mit der Geburt wieder und der Jahreslauf beginnt von neuem.

Acht ist die Zahl der Ausgleichung und zugleich der Unendlichkeit.  Feiert man die Jahreskreisfeste, so ist das Jahr in 8 Teile geteilt, die in sich auch eine Ausgleichung darstellen und sich endlos fortsetzen. So ist das jeweilige Gegenüber stets die Ergänzung des anderen Festes: Die Wintersonnwend mit der längsten Nacht, steht gegenüber der Sommersonnwende mit der kürzesten, der Jahrestiefpunkt gegenüber dem Jahreshöhepunkt. - Lichtmess, mit dem Thema Licht ins Dunkel, steht gegenüber von Lamas, wo das Thema Dunkelheit kommt ins Licht aktuell ist. Die Frühlingstag- und Nachtgleiche steht der Herbst-Tag- und Nachtgleiche gegenüber, während bei ersteren die Tage nun länger als die Nächte werden, ist es bei der zweiten umgekehrt - und dem Fest der Freude und des Lebens Beltane steht das Fest des Todes und der Besinnung gegenüber - und so ist der ganze Jahreslauf wieder vollkommen ausgeglichen.

Die achte Rune ist die Rune NOT/NAUTHIZ, die bereits bei der Herbst-Tag und Nachtgleiche besprochen wurde. Sie passt aber auch zum Samhain-Fest und steht hier für den eher unangenehmen saturnischen Aspekt der Ausgleichung, eben für das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung. (Die 17. Rune EH repräsentiert dagegen eher den angenehmen, jupiterischen Aspekt der Ausgleichung, doch 1+7 ergibt ebenfalls 8 und besagt, dass es sich hier um die andere Seite der gleichen Medaille handelt.

So findet eben auch der Jahreslauf nach der Zeugung, der Geburt, dem Wachsen und Gedeihen, der Blüte, der Reife und der Ernte seinen natürlichen Ausgleich im Welken und Vergehen.

Damit eine Neugeburt stattfinden kann, muss das Alte erst einmal sterben und um wieder zu den lichtvollen Tagen zu kommen, muss erst einmal die größte Dunkelheit durchschritten werden. Das ist einfach NOT-wendig und eine natürliche Gesetzmäßigkeit!

Mit Samhain korrespondiert jedoch auch die 1. Rune FA/FEO, die für den Impuls und den Anfang an sich steht. Dieser Impuls, ist im Grunde noch gar nicht sichtbar, aber es ist der tatsächliche Anfang. Es ist der Same, der sich sodann im Mutterleib mit der Eizelle verbindet und zur Schwangerschaft führt. Er ist die Idee und Inspiration, die dazu führt, dass ein Projekt in Gang kommt und sie ist auch der tiefe Impuls in unserem Innern, der, wenn wir ihn beachten, uns den richtigen Weg weist, sozusagen unsere Intuition steuert.

Das Wort Vater stammt von FA-Tar (Tar = Zeugung) und deutet darauf hin, was ein Vater im Grunde eigentlich ist, nämlich ein Impuls-Zeugender.

So ist dieser Impuls und Same, die Hoffnung und der Beginn, der in der dunkelsten und tristesten Zeit seinen Anfang nimmt. Um ihn zu vernehmen ist Stille und Einkehr von Vorteil, so wie sich ja auch die Natur in dieser Zeit zurückzieht und alles still wird, was den neumodischen lauten Horrorspektakeln eben auch vollkommen widerspricht!

Doch dieses Phänomen, in der stillsten Zeit am lautesten zu sein und somit die feinen Botschaften der Natur zu überhören, finden wir ja auch in der Adventszeit beim allgemeinen Vorweihnachtsrummel wieder. Dabei wäre diese Zeit gerade so geeignet, mal eine Pause zu machen und sich ein wenig zurück zu ziehen und eben mit den liebsten Menschen zusammen zu sein (im Kerzenschein). Und diese Phase beginnt bereits zu Samhain.

Es ist an der Zeit, dass wir wieder die Feste so begehen, wie sie uns natürlich vorgegeben werden.

Lasst uns also aus der Stille heraus einen kraftvollen Samen säen, damit wir schöne, kräftige Früchte ernten können. Denn so wie man sät, so erntet man.