MANDALAS
OD*CHI
NETZWERK
NATUR KUNST
RUNEN
Runen-Termine
Seminar~Info
Vorwort
Das PEACE~Zeichen
HAGAL
Runen-Karten
Runen*Initation
Runensymbolschlüssel
Runen im Überblick
Was Runen sind...
Runen und Tarot
Das schlechte Image
Alltägliche Runen
Runen und Literatur
Natürliche Runen
Runen im Kreis
Runen im Ornament
Inspirationen
Runen im Dritten Reich
Jahreskreisfeste
Jul
Imbolc
Ostara
Beltane
Litha
Lamas
Mabon
Samhain
Runen-Tabellen
Links
UR*KLÄNGE
ANGEBOTE
LICHTMESS - IMBOLC - BRIGID

 

Wenn die Tage nun merklich länger werden und allmählich die Hoffnung aufkeimt, dass dem bitteren Winter doch wieder Frühling folgen wird, wird das Lichtmessfest gefeiert, bei dem das Thema - Licht ins Dunkel bringen - im Vordergrund steht.

Bis zu dieser Zeit mussten die Bauern ihre Knechte, die sie nicht länger behalten wollten, verpflegen und bei sich wohnen lassen. Nun konnten sie entlassen werden (was natürlich zu dieser Jahreszeit auch nicht gerade angenehm war!).

Imbolc ist ein altes keltisches Wort für dieses Fest und leitet sich aus dem irischen "i mbolg" ab, was so viel wie "in der Bauchhöhle" bedeutet. Dies soll wiederum einen Bezug auf die Schwangerschaft der trächtigen Schafe haben und ist auch ein irisch-keltisches Wort für den Frühling (der da jedoch noch weit entfernt ist...)

Das zur Wintersonnenwende geborene Lichtkind ist nun bereits zu einem Knaben herangewachsen, aber er braucht nach wie vor den Schutz der Mutter.

So wird in dieser Zeit das Wachstum des Lichts gefeiert.

Richten sich die Sonnwenden und Tag- und Nachtgleichen nach der Sonne, so haben die Jahreszeitenhalbzeitfeste eher eine Beziehung zum Mond. So entspricht das Lichtmessfest dem zunehmenden Halbmond, da das Licht im zunehmen ist und noch mindestens doppelt so viel Potential vorhanden ist, bis der Höhepunkt erreicht wird. Heutzutage wird Imbolc oftmals am 1. oder 2. Februar, in Anlehnung an Maria Lichtmess gefeiert, doch man muss einfach davon ausgehen, dass die alten Völker keinen römischen Kalender kannten und sich deshalb nach dem Licht des Mondes orientierten. Deshalb war der Zeitpunkt des Imbolc-Festes wohl auch weitaus variabler – wie alle anderen lunar orientierten Jahreskreisfeste auch – und wurde daher in einem Jahr früher, im anderen später gefeiert, entsprechend des Mondstandes.

In dieser Zeit wurden und werden auch heute noch Tierorakel durchgeführt, um zu erfahren, wie lange der Winter noch dauern möge. Bekannt ist hier z.B. der in Amerika gefeierte „Groundhog-Day“ (Murmeltiertag). Anderen Orts wurde darauf geachtet, ob Dachse oder Schlangen aus ihrem Bau kommen und daraufhin Prognosen für die nächsten Wochen abgegeben.

Imbolc ist das dritte Fest im Jahreskreis und so steht auch die Zahl drei im Mittelpunkt, die sich auch in der irisch-keltischen Göttin Brigid wiederfindet, die mit drei Köpfen – Jungfrau, Mutter und Alte Frau - dargestellt wird. Diese Dreiheit findet sich in vielen Gottheiten, Mythen und Überlieferungen, angefangen von den nordischen Schicksalsgöttinnen, den drei Nornen, sowie den saligen Frauen, bis hin zur Trinität im Christentum in Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Die Drei ist die Zahl der Expansion. Hier entsteht Spannung. Mann und Frau erzeugen ein Kind und so wird der Fortbestand gesichert.

Die Zwei beschreibt die Polarität, die Drei jedoch stellt eine Beziehung zueinander her. Erst jetzt ist Entwicklung möglich.

Die 3. Rune ist die Thorn/Dorn/Thurisaz-Rune, deren Symbol ein Dreieck ist. Sie steht für Tatkraft, Willenskraft und Durchsetzungsvermögen. Sie ist jedoch auch die Rune des Dorns, die Rune des Schmerzes. Der Schmerz, der manchmal notwendig ist um ein Ziel zu erreichen.

Interessanterweise setzt sich die Rune der Ganzheit – Hagalaz – aus sechs Dornrunen zusammen.

So gilt es in dieser Zeit, die Dunkelheit und die Kälte, oftmals in alten Tagen auch den Hunger – nicht ganz zufällig fällt die Fastenzeit in die Tage zwischen Lichtmess und Ostara - zu überwinden und das zu tun, was notwendig ist, um wieder in eine Lichtvolle Zeit zurückzukehren. (Dieser Satz ist metaphorisch zu verstehen!)

Entsprechend passend ist es etwa, dieses Jahreskreisfest in einer dunklen Höhle zu feiern und in ihr ein Feuer zu entzünden und damit symbolisch das Licht ins Dunkel zu bringen.

Lichtmess ist das Fest der Hoffnung auf hellere, lichtvollere und wärmere Tage.