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Die Wintersonnwende

 

Die Wintersonnwende ist in der längsten Nacht des Jahres. Die Sonne steht über dem Wendekreis des Steinbocks, der Winter fängt an, das Lichtkind wird geboren. Es ist die Zeit der Regentschaft der Percht, der Erdmuttergöttin die das Licht wieder zurückbringt (keltisch Peratha = das Licht). Noch heute werden im Alpenraum, Voralpenland und im Bayrischen Wald Perchtenläufe veranstaltet, bei denen sich junge Männer schwere Holzmasken mit zumeist furchterregenden Fratzen aufsetzen und in Fell gekleidet, zum Teil mit Glocken behangen und mit allerlei Lärm, Getöse und Geschrei durch die Nacht laufen und dadurch die Winterdämonen vertreiben wollen.

Hierbei dreht sich alles um die Frau Perchta (Bertha), die mit einer hässlichen Fratze vorne, die den Winter darstellt

und einem schöne (Sonnen-) Gesicht, der Aussicht, dass auch wieder schöne und warme Tage kommen werden, dargestellt wird.

An manchen Orten ist es Brauch, dass die im Kreis tanzenden Perchten mit ihren Stäben ein Pentagramm (Fünfstern) legen und sich die Frau Perchta auf dieses stellt, das ganze hochgehoben und dann einmal im Kreis herum gedreht wird. Dies stellte ein ganz besonders Schutzzauber-Ritual dar. Denn die Furcht der Menschen damals vor bösartigen Geistern, war besonders in dieser Zeit sehr groß.

 Nach dem alten natürlichen Kalender, hatte jeder Monat 28 Tage

(entsprechend dem Mondzyklus, woher ja auch das Wort Monat herrührt).

13 Monate a´28 Tage ergibt 364 und dieser eine Tag zwischen der Zeit, war dann wohl in unseren Breiten der Kürzeste, eben JUL, das natürliche Neujahr, an dem es wieder aufwärts geht und die Tage wieder länger werden.

Sodann begann die Zeit der Rauhnächte, die sich folgendermaßen aufteilen:

Die ersten 3 Tage nach der Wintersonnwende gehörten den 3 Schicksalgöttinnen,

den Nornen, die die Schicksalsfäden sowohl für Menschen, als auch für Götter spinnen.

Die restlichen 13 Nächte, ab der Weihenacht, in der die irdischen Vertreterinnen, der drei Nornen, die sogenannten Saligen Frauen

(Salig= Heilbringend) das Lichtkind unter die Menschen brachten, bezeichnet man als die Rauh- oder auch Rauchnächte.

Sie werden auch Lostage genannt.

Vielerorts wurde in dieser Zeit sowohl in den Wohnräumen, als auch in den Stallungen, geräuchert (Rauchnächte), denn man glaubte, dass zu dieser Zeit die Winterdämonen am mächtigsten waren. So sollte in dieser Zeit auch nicht gebadet, keine Wäsche gewaschen und nicht aufgehängt werden, denn bei solchen Gelegenheiten, so mutmaßte man, hätten diese "bösen Geister" besonders leichtes Spiel. Auch vor der sogenannte „Wilden Jagd“, die von Gottvater Odin/Wotan selbst angeführt wurde und sich in heftigen Winterstürmen offenbarte, fürchtete man sich sehr und verließ das Haus nur, wenn es denn unbedingt sein musste.

Das sind natürlich „Angstbräuche“, die wir heute nicht mehr kultivieren und pflegen müssen,

doch eine gewisse Achtsamkeit und auch Ruhezeit kann sicher nicht schaden!

 

Nach einer alten Überlieferung, ist der 21.12. der Tag, an dem das Lichtkind geboren wird. Es ist der wiedergeborene Sonnengott, der zu Samhain als Alter Greis in die Anderswelt gegangen war.

Die ersten drei Nächte, bis zur Weihenacht, blieb es bei den Drei Nornen  „in den Hügeln/Bergen“ - jenen drei mächtigen Frauen - URD (Vergangenheit) VERDANDI (Gegenwart) SKULD (Zukunft)- die am Urdbrunnen über das  Schicksal von Menschen und Götter befinden. Hier wurde das Lichtkind in die wichtigsten Geheimnisse von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeweiht, um als Sonnenkönig des neuen Jahres die Regentschaft übernehmen zu können.. Die irdischen Vertreterinnen der Nornen, die bereits oben erwähnten SALIGEN FRAUEN die in alter Zeit AMBETH, WILLBETH und WORBETH (wahlweise Borbeth) genannt wurden und später als Katharina (Catharina), Barbara und Margaretha bekannt waren (C.M.B.!) trugen in der Weihenacht das Lichtkind zu den Menschen und zeigten es ihnen, damit diese für das neue Jahr wieder Hoffnung schöpfen konnten! Sie gingen von Haus zu Haus (noch lange bevor der Dreikönigskult praktiziert wurde) und sangen den Menschen Lieder, um ihnen den Segen zu bringen. Da sie vor den Winterdämonen beschützt werden mussten, wurden sie von den Perchten begleitet, die mit ihrem furchterregenden Aussehen und ihrem Lärm den Geistern signalisierten, dass hier schon welche am Wirken wären und keine weiteren mehr gebraucht würden. Die Rauhnächte dauern 12 Tage und 13Nächte und enden an jenem Tag, der heute als Dreikönigstag bekannt ist. Jede Nacht soll einen  Monat symbolisieren – daher der Name Lostage - , und so wie dieser verläuft, sollte sich dann demnach auch der jeweilige Monat ereignen!

 

Traditionell werden in der Wintersonnwendnacht große Feuer entfacht, die als großer Scheiterhaufen angezündet werden und symbolisch den ganzen Jahreslauf nachempfinden: Klein und unmerklich beginnt es zu züngeln, doch langsam aber stetig wächst es an, wird heller, wärmer und höher, bis es in seiner vollen Größe herangewachsen ist, doch erst, wenn es den Höhepunkt schon überschritten hat, verbreitet es seine größte Hitze, bevor es dann langsam aber sicher in sich zusammensackt und immer mehr herunter brennt und kleiner und kleiner wird, bis es nur noch ein Häufchen Asche ist! 

 

Auch ist  es ein alter Brauch, hinaus in den Wald zu gehen und einen Baum zu schmücken, mit Kerzen zu bestücken und drum herum zu tanzen.

Zudem wurden auch Naturalien an den Baum gehängt, um den in dieser Zeit darbenden Waldtieren etwas zu spenden.

Erst im letzten Jahrhundert kam dann die Mode auf, den Baum abzuschneiden und mit ins Haus zu nehmen.

(Wieder ein Schritt weg von der Natur!)

 

 Die Wintersonnenwende ist das 2. Jahreskreisfest und seine Zahl ist auch die Zwei. Die Zahl der Polarität, wie Licht und Dunkel, Leben und Tod, altes Jahr und neues Jahr...

Die 2. Rune ist die UR-Rune. Sie steht für die Urkraft, die ungebändigte Natur (wie etwa die ungestümen Winterstürme, „die Wilde Jagd“), aber auch für die Ursache, für Heilung (durch die Erkenntnis der Ursache kann Heilung geschehen!) und die Quelle.

So wie die Geburt des Lichts, die Quelle allen Seins ist und das Licht das Heil bringt.

Bevor das Wasser in der Quelle zum Vorschein tritt, befindet es sich noch im Berg, sow wie auch vor der Geburt das Kind noch im Bauch der Mutter heranwächst.

Die UR-Rune ist auch die Rune der Heilung, denn erst, wenn wir die UR-Sache der Krankheit erkennen und dort grundlegendes verändern, kann eine umfassende Heilung geschehen.

Natürlich geht mit jeder Heilung einher, in die tiefe Dunkelheit an bisher gemiedene und unangenehme Orte zu gehen und dort die Ursache des Übels zu finden. Wagen wir es, in diese Bereiche vorzustoßen, finden wir den UR-Sprung des Ungleichgewichts. Dann keimt wieder Hoffnung auf, zukünftig an  helleren und lichtvolleren Orten zu weilen.

(Anmerkung: Das soll aber nicht heißen, dass die Dunkelheit etwas Schlechtes wäre und das Licht etwas Besseres, wie es gerne von einigen esoterischen Zweigen gesehen wird!)

In der Dunkelheit steckt das gesamte Potential – schauen wir zum Sternenhimmel hinauf, dann ist das Verhältnis zwischen den lichten Sternen und dem dunklen Zwischenraum auch klar auf Seiten der Dunkelheit. Der dunkle Zwischenraum ist das Potential für Neues.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Betrachtung des OM-Symbols, bei dem der obere, kleinere Bogen das Tag- und der untere größere Bogen das Nachtbewusstsein ausdrückt.

Natürlich sind uns die lichtvollen, warmen Sommermonate viel lieber, als die dunklen und kalten Winterzeiten. So ist es einleuchtend (…! ;-) ), weshalb wir das Licht eher als Positiv beurteilen und die Dunkelheit als unangenehm empfinden. Dennoch wissen wir, dass das eine zum anderen gehört, wir niemals das Licht so zu schätzen wüssten, würden wir nicht die Dunkelheit kennen. Das gilt für alle Polaritäten.

Und ist es nicht die Nacht, in der wir die Zeit der Ruhe finden, unseren verdienten Schlaf bekommen, wichtige Visionen erhalten und auch häufiger Sex haben?

Ist es nicht auch die Zeit, in der die Künstler ihre kreativste Phase haben?

Deshalb: Auch wenn zur Wintersonnwende die dunkelste Stunde des Jahres ist,

so ist hier auch wieder der Keim der Hoffnung auf lichtvollere Tage.

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(1) Anmerkung zum Lichtkind

 

Nach einer alten Überlieferung, ist der 21.12. der Tag, an dem das Lichtkind geboren wird. Es ist der wiedergeborene Sonnengott, der zu Samhain als Alter Greis in die Anderswelt gegangen war.

 

(2) Anmerkungen zu den Drei Nornen

 

Die ersten drei Nächte, bis zur Weihenacht, blieb es bei den Drei Nornen  „in den Hügeln/Bergen“ - jenen drei mächtigen Frauen - URD (Vergangenheit) VERDANDI (Gegenwart) SKULD (Zukunft)- die am Urdbrunnen über das  Schicksal von Menschen und Götter befinden. Hier wurde das Lichtkind in die wichtigsten Geheimnisse von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeweiht, um als Sonnenkönig des neuen Jahres die Regentschaft übernehmen zu können.. Die irdischen Vertreterinnen der Nornen, die bereits oben erwähnten SALIGEN FRAUEN die in alter Zeit AMBETH, WILLBETH und WORBETH (wahlweise Borbeth) genannt wurden und später als Katharina (Catharina), Barbara und Margaretha bekannt waren (C.M.B.!) trugen in der Weihenacht das Lichtkind zu den Menschen und zeigten es ihnen, damit diese für das neue Jahr wieder Hoffnung schöpfen konnten! Sie gingen von Haus zu Haus (noch lange bevor der Dreikönigskult praktiziert wurde) und sangen den Menschen Lieder, um ihnen den Segen zu bringen. Da sie vor den Winterdämonen beschützt werden mussten, wurden sie von den Perchten begleitet, die mit ihrem Furcht erregenden Aussehen und ihrem Lärm den Geistern signalisierten, dass hier schon welche am Wirken wären und keine weiteren mehr gebraucht würden.

 

(3) Anmerkung zu den Lostagen

 

Die Rauhnächte enden an jenem Tag, der heute als Dreikönigstag bekannt ist. Das wären von der Weihenacht gerechnet 13 Tage.

Die alten Völker lebten nach einem 13 Monde Kalender (13x28 Mondphasen = 364; Blieb nur ein Tag übrig, der als Tag zwischen den Zeiten galt.)

So symbolisierte jede einzelne Rauh-Nacht einen  Monat  – daher auch der Name Lostage - , und so wie dieser verlief, sollte sich dann demnach auch der jeweilige Monat gestalten!

So entstand auch die Neigung beim Volk, aus Angst vor Unbill, in diesen Tagen möglichst keine Wagnisse einzugehen.