MANDALAS
OD*CHI
NETZWERK
NATUR KUNST
RUNEN
UR*KLÄNGE
Aktuelle Termine
Aktueller Rundbrief
Od*Chi~Solo~Sound
CD´s von Od*Chi
Gema-freie Musik
Od*Chi Solo
G'schmeidig Bleim
Naturzauber~Konzert
Klangreise
Musikalische Bilderreise
Didgeridoo
Didgeridoo-Massage
Heilix Xangl
DJ. Od*Chi
Sound~Projekte
Hörproben
Werdegang
Planetentöne
Links
ANGEBOTE
Text von Od*Chi über das archaische Urhorn

 

Das Didgeridoo ist eines der ältesten Instrumente überhaupt. Während die Holzblasinstrumente in Europa sich weiterentwickelten und diese Urhörner hier fast in Vergessenheit gerieten und allenfalls noch in Form von Alphörnern sich in die heutige Zeit retteten, bewahrten die australischen Ureinwohner, das Wissen darum bis in die heutige Zeit.

Erhalten hat sich dieses Wissen wohl auch durch die Termiten, denn diese leisten eigentlich die Hauptarbeit dafür, dass ein Didgeridoo entstehen kann. Sie fressen nämlich den inneren weichen Kern der Eukalyptusbäume heraus und so braucht der Aborigini (=Ureinwohner Australiens) nur noch die Stämme abklopfen und sich das richtige Stück absägen. Allerdings hat er dann die Arbeit, mit viel Feingefühl die richtige Wandstärke herzustellen, damit das Instrument auch richtig schwingen und klingen kann.

Die Didgeridoo’s sind zwar in einem gewissen Sinne nahe verwandte des Alphorns, werden jedoch mit einer anderen Blastechnik gespielt. Während bei allen Hörnern und Trompeten ein sehr hoher Pressdruck mit den Lippen erzeugt werden muß, läßt man beim Didgeridoo die Lippen einfach flattern, wie man es auch tut, wenn einem etwas egal ist und was sich anhört, wie wenn Pferde schnauben. Es ist zwar auch möglich, dem Didgeridoo Horntöne zu entlocken, was mancher Musiker auch gekonnt einsetzt, üblich ist jedoch die Technik mit den lockeren Lippen, die auch unheimlich entspannend ist und den für Didgeridoo’s typischen Sound erzeugt.

Zumal an den Lippen etliche Meridiane enden und somit durch das Vibrieren den ganzen Körper günstig beeinflussen.

Eine ¼ Stunde reicht aus, um sich in einen sehr angenehmen, ruhigen und harmonischen Zustand zu versetzen. Es macht sogar in gewisser Weise ein bißchen “High”, weshalb ich es vorallem Jugendlichen als gesunde Alternative zu Drogen empfehlen kann.

Denn gesund ist das Spielen allemal: Nicht nur das Vibrieren der Lippen, sondern auch die spezielle Permanent- oder auch Kreisatmung, die auch im Yoga ihre Anwendung findet, trägt ihren Teil dazu bei. Diese Atmung ermöglicht es, daß man einen ununterbrochenen Ton zustande bringt. Diese Atmung ist das große Mysterium bei diesem Instrument, denn unser westlich geschulter Verstand kann es sich einfach nicht erklären, wie das funktionieren soll. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, denn man muß nur die eine alte Gewohnheit brechen und die altbekannte Form des Atmens, über die wir uns ja gewöhnlich gar keine Gedanken mehr machen, verändern.

Wer also diese Technik herausfindet, der gehört praktisch automatisch zum “Club”.

Dabei verhält es sich so, daß man sich stetig mit ganz kurzen Atemzügen durch die Nase, mit Luft versorgt und zwar bevor man die ganze Luft ausgeatmet hat. In diesem kurzen Moment, drückt man mit den Backen, die dort gespeicherte Luft in das Rohr und überbrückt somit die Atempause.

Anfangs verändert sich dabei zwar noch merklich der Ton, doch beim geübten ‘Spieler ist kaum noch ein Unterschied zu bemerken, zumal es möglich ist, diesen Unterschied rhythmisch einzusetzen. Wichtig ist jedenfalls bei dieser Atmung, dass der Bauch kräftig mitarbeitet, sozusagen als Pumpe fungiert. Deshalb stärkt das Didgeridoo-Spielen nicht nur die Bauchmuskulatur, sondern löst auch physische und psychische Verspannungen in diesem Bereich, weshalb es einem manchmal auch mal nicht so gut nach dem Spielen gehen kann, da womöglich alte unverarbeitete Geschichten, die man bisher geschickt zu verdrängen wußte, zum Vorschein kommen. Doch davon sollte man sich nicht verunsichern lassen, sondern diese Erscheinungen dankbar annehmen und realisieren, dass nun die Zeit gekommen ist, das Ungelöste endlich zu verarbeiten und einem das Didgeridoo dabei hilft, dieses Thema überhaupt hervorzulocken.

Nun ist dieses archaische Zauberrohr also für den Spieler ein sehr heilsames Instrument, aber auch der Zuhörer kann von diesen Klängen und Schwingungen profitieren. Es gibt ja mittlerweile sehr viele Menschen, nicht nur im Esoterikbereich, die diese obertonreichen Klänge sehr zu schätzen wissen. Immer mehr Didgeridoo-Konzerte finden in Höhlen, Wasserspeichern und sogar Kirchen statt, da hier der vielfältige Klang besonders gut zur Geltung kommt und viele Menschen bekunden eine sehr angenehme, entspannende Wirkung, wie es auch bei meinen monatlichen Klangmeditationen oftmals geäußert wird.

Es gibt aber auch die Möglichkeit einer direkten Massage mit diesem Instrument. Dabei legt sich der Patient entspannt hin und wird vom Didgeridoo-Spieler in langsamen, kreisförmigen Bewegungen in einem Abstand von 20 bis 30 cm bespielt. Der Kopfbereich wird dabei allerdings, auf Empfehlung erfahrener Didgeridoo-Masseure, ausgespart (es sei denn, dies wird ausdrücklich gewünscht, dann wird dieser Bereich allerdings sehr behutsam bespielt).

Wichtig bei der Massage ist , dass der Spieler ganz sanft, ohne eigene Laute zu produzieren, spielt und es sozusagen “fließen läßt“.

So sind wir nun auch gleich bei den diversen Spieltechniken, die das große Spektrum an Tönen überhaupt ermöglicht.

Zuallererst einmal gibt es einen Grundton, der durch das Lippenflattern erzeugt wird. bei dem jedoch auch schon viele weitere Töne, die sogenannten Obertöne, zu hören sind. Deshalb bezeichne ich das Didgeridoo auch gerne als Obertonflöte. Durch die Veränderung des Mundraumes, des Luftdruckes und durch das Spiel mit der Zunge kann dann schon ein sehr großes Spektrum an Obertonmelodien und auch perkussiven Lauten erzeugt werden.

Das kann nun auch durch Hineinsingen und Schreien, ohne das Lippenflattern zu unterbrechen, ergänzt werden.

Die Aboriginis verstehen das so gut, dass sie schier alle Tiere in ihrem Lebensbereich nachahmen können. So sitzen sie, so wird jedenfalls berichtet, am Abend zusammen und erzählen sich durch das Didgeridoo, was sie an diesem Tage erlebt und gesehen haben.

Zu guter Letzt besteht nun auch die Möglichkeit, mit dem gleichen Ansatz, wie beim Alphorn, Horntöne zu erzeugen. Durch diese Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten ergibt sich ein schier unerschöpfliches Potential an Rhythmus- und Tonvariationen, weshalb auch viele professionelle Didgeridoo-Spieler ihren unverwechselbaren Stil haben.

Sowohl das “Hupen” wie auch das Schreien und Hineinsingen sollten bei einer Klangmassage unterlassen werden.

Generell sollte niemand ungefragt angespielt werden und schon gleich gar nicht mit einer aggressiven Emotion, da dadurch möglicherweise eine starke energetische Verletzung hervorgerufen werden könnte.

Mittlerweile ebbt ja der Boom, den dieses Instrument in den letzten Jahren hatte, wieder ein wenig ab, doch nach wie vor werden viele hohle Eukalyptusstämme aus Australien in die westliche Welt geliefert. Leider sind dabei auch sehr viele unbrauchbare Stücke dabei, die entweder noch gar nicht ganz fertig, also nicht genügend stark ausgehöhlt waren, oder auch schlecht verarbeitet wurden.

Da bei den meisten Didgeridoo’s außen noch Material weggenommen werden muß, damit sie gut klingen, gehen viele Didgeridoo-Produzenten daran, das steinharte Eukalyptus-Splintholz nicht traditionell mit einer Machete oder einem großen Messer zu bearbeiten, sondern verwenden dafür eine Flex. Dabei kann es passieren, dass die Wände an manchen Stellen zu dünn werden und beim Transport, bei starker Belastung oder auch durch unsere nasskalte Witterung und die starken Temperaturschwankungen, Risse und Sprünge entstehen. Um das Entstehen von Rissen möglichst einzuschränken, denn auch gut verarbeitete Didgeridoo’s sind gefährdet, empfiehlt es sich, die Hörner stets hinzulegen (ein Didgeridoo das liegt, kann nicht umfallen!), oder auch waagrecht mittels Hacken an die Wand zu hängen, da auf gleicher Höhe auch die gleiche Temperatur und der gleiche Luftdruck herrscht, was unnötige Spannungsverhältnisse im Holz vermeidet.

Neben den oben erwähnten Nachteilen, die durch die Verarbeitung entstehen können, haben viel der importierten Stücke einen weiteren, eher ethischen Nachteil. Es gibt zwar mittlerweile ein paar selbst organisierte Aborigini-Kollektive, die Eukalyptus-Stämme verarbeiten und auch vertreiben, aber leider, wie fast überall, gibt es auch in dieser Branche skrupellose Geschäftemacher, die nicht nur Raubbau in den “Anbaugebieten” betreiben und jedes Holz, das nur entfernt nach einem potentiellen Didgeridoo aussieht, abholzen, sonder auch die eh schon mit allen Flüchen der Zivilisation geplagten Aboriginis für ihre Zwecke mißbrauchen. Viele der sehr beliebten Malereien, den sogenannten “Dotpaintings” (eine Malform, bei denen sich die Bilder aus vielen einzelnen Punkten zusammensetzt), die oftmals mystische Tiere und Geschichten darstellen, sind nämlich leider von stark alkoholisierten Ureinwohnern fabriziert worden, weil den Unternehmern nichts besseres einfällt, als sie (fast schon traditionell!) mit Alkohol zu bezahlen.

Deshalb ist es anzuraten, beim Kauf eines australischen Urhorns darauf zu achten, ob erstens ein Zertifikat vorhanden ist, das über die Herkunft Aufschluss gibt, der Preis nicht all zu billig ist - wirklich gute Didgeridoo’s kosten durchaus 300 bis 600 Euro - und es empfiehlt sich auch, beim Kauf einen erfahrenen Spieler dabei zu haben, der das Didgeridoo auf seine Tauglichkeit prüft.

Grundsätzlich ist nicht das optisch Schönste, wirklich das Beste.

Meine Urhörner, die ja aus heimischen Hölzern gebaut sind (und bei denen ich weiß, wo sie gewachsen sind), können es mit der Klangqualität eines wirklich guten Eukalyptus-Didgeridoo nicht immer ganz aufnehmen, da Eukalyptus einfach auch ein sehr hartes, aber schwingungsfreudiges Holz und somit für solche Urhörner geradezu prädestiniert ist. Jedoch im Gegensatz zu den Artikeln, die da heutzutage häufig über das Meer kommen, sind meine Eigenbauten gewiss die bessere Wahl, zumal sie ja auch günstiger zu erwerben sind.

Von den billigen Bambus-Didgeridoo’s aus Indonesien möchte ich an dieser Stelle auch eher abraten!

Erstens springen diese bei unseren Witterungsverhältnissen sehr leicht und zum anderen steckt da auch oft Kinderarbeit oder zumindest eine ausgebeutete Billigarbeitskraft dahinter.

Da die unverzierten Versionen meiner Urhörner auch um einiges erschwinglicher sind, als importierte Ware, eignen sie sich zum einen hervorragend für Anfänger, die sich noch nicht sicher sind, ob sie auch wirklich bei diesem Instrument bleiben, zum anderen auch für professionelle Spieler, die nicht immer nur auf einem Stück spielen wollen und vielleicht auch für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten, etwa in einer Band, mehrere Tonlagen benötigen.

Meine Urhörner sind genau auf den jeweiligen Grundton gestimmt.

Außerdem haben die einheimischen Didgeridoo’s auch noch den großen Vorteil, dass sie hier bei dieser doch sehr wechselhaften und oftmals nasskalten Witterung gewachsen sind und somit für witterungsbedingte Schäden weniger anfällig sind.

Meine Didgeridoo’s wurden gespalten, die beiden Hälften ausgehöhlt und dann wieder verleimt und mit Schlauchschellen zusammengepreßt. So kann ich auch erheblichen Einfluß auf den Innenraum nehmen und den optimalen Klangtrichter schaffen.

Der ethische Aspekt, die Großhändler und den Raubbau, sowie die Ausbeutung der Aboriginis nicht zu unterstützen, spricht ebenfalls für die Wahl eines einheimischen Urhornes.

Schön ist es natürlich, sich einfach selbst eins zu bauen, wozu jedoch ein gewisses Knowhow notwendig ist. Deshalb biete ich auch auf entsprechende Nachfrage Didgeridoo-Baukurse an.

Od*Chi’s Angebote:

 

Angebot:

Zeit

Preis

Didgeridoo-Spiel-Kurse

(nur noch Einzelunterricht)

2 Std.

30.- Euro

Didgeridoo-Bau-Workshop

3 Nachmittage ohne Kost und Logie

100.- Euro

Didgeridoo-Massage

½ Stunde

50.- Euro

Urhorn Eigenbau ohne Verzierung

 

100-150.- Euro

Solokonzert mit Didgeridoo, Obertönen, Maultrommel und Perkussion

ca. 1 ½ - 2 Stunden

200.- Euro

 

Weitere Informationen unter www.urwurz.de